Amar Klar, US-Gen-Forscher, hat Passanten genau auf Hände und Haare geschaut. Ergebnis seiner Feldforschung: Bei 95 Prozent der Rechtshänder drehen sich die Haarwirbel im Uhrzeigersinn. Bei Linkshändern scheinen die Haare dagegen nicht genau zu wissen, wohin sie gehören: Mit einer Fifty-Fifty-Wahrscheinlichkeit wirbeln sie entweder im oder gegen den Uhrzeigersinn. Für Klar ist klar, dass es ein Asymmetrie-Gen geben muss, das den Körper auf „stramm rechts” einschwört. Eine schwächere Version des Gens erlaubt dagegen eine freie Auswahl. So sei auch zu erklären, weshalb das Sprachzentrum von Linkshändern häufiger gegen die Norm in der rechten Hirnhälfte liegt.
Thomas Willke




