Das Weltraumwetter entsteht durch die Kosmische Strahlung. Eine Quelle ist die Sonne. Sie emittiert elektromagnetische Strahlung und energiereiche Teilchen. Als sogenannter Sonnenwind gelangen Protonen, Elektronen und hochionisierte Atome zur Erde. Während die elektromagnetische Strahlung die Erde in etwa acht Minuten erreicht, treffen die Bestandteile des Sonnenwinds erst nach vier bis fünf Tagen ein.
Die zweite Quelle des Weltraumwetters ist die galaktische und intergalaktische Kosmische Strahlung. Sie stammt von verschiedenen hochenergetischen Prozessen außerhalb des Sonnensystems – von anderen Sternen, Sternenexplosionen und der Umgebung Schwarzer Löcher in der Milchstraße sowie in anderen Galaxien. Wie Sonnenwind besteht die Kosmische Strahlung ebenfalls aus Atomkernen, Protonen und Elektronen.
Das Weltraumwetter gefährdet Gesundheit und Leben aller irdischen Organismen, weil es Mutationen in der Erbsubstanz erzeugt, die beispielsweise Krebs auslösen können. Außerdem beeinträchtigt es die Funktionstüchtigkeit technischer Systeme im Weltraum und auf der Erde. Die Auswirkungen sind vielfältig: Sie reichen von Elektronikpannen, Unterbrechungen im Nachrichten- und Navigationsverkehr sowie Stromausfällen bis hin zu Störungen im Betriebsablauf der Bahn.




