Als Schwarze Raucher bezeichnen Meeresforscher auffällige Strukturen am Grund des Ozeans, aus denen dunkle Schwaden quellen. Die oft röhrenförmigen und teils über 20 Meter hohen Gebilde erinnern an qualmende Schornsteine. Geformt werden sie durch mineralische Stoffe wie Sulfide und eisen-, kupfer- oder zinkhaltige Verbindungen. Sie treten zusammen mit heißem Wasser aus dem Schlot des Rauchers aus. Wenn sich die mancherorts weit über 400 Grad Celsius heiße Flüssigkeit aus der Tiefe mit dem kalten Wasser am Meeresgrund vermischt, werden die Mineralien ausgefällt und lagern sich an den hydrothermalen Quellen ab. Die meisten Schwarzen Raucher findet man an den mittelozeanischen Rücken in etwa 2500 Meter Meerestiefe. Nach einigen Jahren erlöschen die Schwarzen Raucher, weil ihr Schlot durch Mineralien verstopft ist, während andernorts neue heiße Quellen zu sprudeln beginnen.




