Die „eiserne Hand” des Götz von Berlichingen ist eine der bekanntesten Prothesen der Welt. Sie hatte bewegliche Finger, die sich durch Zahnräder in verschiedenen Positionen fixieren ließen. Damit konnte der tapfere Ritter sein Schwert greifen und kämpfen. Die erste Prothese war die Kunsthand des Götzen allerdings beileibe nicht. So entdeckten Archäologen an einer ägyptischen Mumie, die um 600 v.Chr. bestattet wurde, einen künstlichen großen Zeh aus Eisen. Holz und Eisen blieben bis ins Mittelalter die bevorzugten Materialien für Kunstglieder. Die waren allerdings meist starr und dienten bloß dazu, ein fehlendes Körperteil optisch zu ersetzen. Die Funktion eines amputierten Arms, Beins oder Fußes können erst moderne Hightech-Prothesen nachbilden. So ermöglichen Mikrochips in künstlichen Gliedmaßen diverse Bewegungen, manche Menschen treiben damit sogar Leistungssport. Voraussetzung dafür sind gute Kenntnisse, wie der menschliche Körper Bewegungen realisiert, intelligente Elektronik-Bauteile und robuste Werkstoffe.




