· Den Begriff Megacity prägten in den Siebzigerjahren die Vereinten Nationen (UN). Sie bezeichnen damit seither Städte mit mehr als zehn Millionen Einwohnern. Bisweilen wird auch die Bevölkerungsdichte als Maßstab genommen: Dann ist ab 2000 Einwohnern pro Quadratkilometer von einer Megacity die Rede.
· Rückblickend gab es 1950 mit New York und Tokio zwei Städte, die der UN-Definition entsprachen. Heute sind es bereits 23. In diesen Städten leben rund 7 Prozent der Weltbevölkerung und über 12 Prozent aller Stadtbewohner der Erde.
· Im Jahr 2008 war laut UN zum ersten Mal mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten zu Hause: 3,3 Milliarden Menschen. Mehr als ein Drittel davon leben in Slums. Analysten der UN gehen davon aus, dass 2030 sogar zwei Drittel der Menschheit in Städten wohnen werden.
· Der Begriff Megacity ist quantitativ und unterscheidet sich deshalb von dem der Global City. Diese Städte sind international vernetzt, beherbergen Firmenzentralen und große Banken und stellen ein wichtiges Dienstleistungszentrum dar. Die einzigen Megacitys, die auch als Global Citys bezeichnet werden, sind Tokio und New York, manchmal auch Seoul, Los Angeles und São Paulo.
· Die Steigerung von Megacity: Städte mit mehr als 20 Millionen Einwohnern heißen Meta- oder Hypercity. Gemäß Schätzungen der UN werden nach Tokio und Chongqing im Jahr 2015 Mexico City und São Paulo dazu gehören, 2020 auch Delhi, Jakarta, Lagos, Dhaka und New York.





