Chemisch betrachtet ist Gold ein Übergangsmetall aus der Kupfergruppe mit der Ordnungszahl 79, das heißt: Ein Gold-Atomkern enthält 79 Protonen. Dazu kommen beim einzigen stabilen Gold-Isotop 118 Neutronen. Im Gegensatz zu vielen anderen Metallen hat Gold für technische Anwendungen nur eine geringe Bedeutung. Sein Wert liegt vor allem in seinem edlen Glanz und seiner hohen Reinheit: Als Edelmetall reagiert Gold fast nicht mit anderen chemischen Elementen. Rund 85 Prozent der weltweit jährlich rund 2500 Tonnen geförderten Goldes werden zu Schmuck verarbeitet, der Rest dient als industrieller Werkstoff, etwa in Uhren, Zahnersatz oder optischen Instrumenten, oder als Wertanlage. Die Hauptförderländer sind China, Australien, die USA, Südafrika und Russland. Auch einige südamerikanische Länder verfügen über große Goldvorkommen. Da reines Gold weich ist, wird es zum Verarbeiten meist mit Silber und Kupfer legiert. Dabei gilt: Je geringer der Goldanteil – angegeben durch eine dreistellige Zahl, die dem Goldgehalt in Promille entspricht –, desto härter die Legierung.




