Bei der Gestenerkennung geht es darum, menschliche Bewegungen – etwa der Hände, Arme oder des Kopfes – mit technischen Hilfsmitteln zu erfassen, um sie zum Beispiel zum Steuern von Maschinen oder Computerspielen zu nutzen. Für das Erkennen und Umsetzen der Gesten sorgen mathematische Algorithmen. Zum Messen der Bewegungen waren früher meist am Körper getragene Sensoren erforderlich, die Beschleunigungen in unterschiedlichen Raumrichtungen registrieren konnten. Ein Beispiel dafür ist der Controller der ab 2006 verkauften Spielkonsole Wii von Nintendo. Der Spieler hielt ihn in der Hand, um beispielsweise Schlagbewegungen wie beim Tennis in ein virtuelles Sportspiel zu übertragen. Neuere Systeme wie Kinect von Microsoft verwenden eine 3D-Kamera, die mithilfe einer Erkennungssoftware aus den aufgenommenen Videobildern Bewegungen herausfiltert. Dabei hilft eine Datenbank, in der zahlreiche Grundmuster von Gesten gespeichert sind. Die Software vergleicht sie mit den Kamerabildern. Andere Programme können einzelne Körperteile wie Hände oder Beine direkt erkennen und ihre Bewegung anhand eines anatomischen Modells nachvollziehen.




