Formuliert man die Allgemeine Relativitätstheorie analog zu den Quantenfeldtheorien des Standardmodells der Materie, wird die Gravitation als „Kraft” behandelt, übertragen von einem Teilchen namens Graviton. Ziehen sich zwei Körper an, dann tauschen sie Gravitonen aus, vergleichbar mit dem „Pingpong” von Photonen zwischen geladenen Körpern bei der elektrischen Anziehung. Gravitonen sind hypothetische Teilchen mit Spin 2, also einem großen „inneren Drehimpuls” (zum Vergleich: Photonen haben Spin 1, Higgs-Teilchen Spin 0).
Alternative Theorien der Schwerkraft postulieren andere Überträgerteilchen. Sie könnten einen höheren Spin besitzen. Oder sie haben im Gegensatz zu den Gluonen und Photonen eine geringe Ruhemasse. In diesen Modellen der sogenannten massereichen Schwerkraft („Massive Gravity”) würde das Graviton – vielleicht durch die Wechselwirkung mit dem Higgs-Feld – eine Winzigkeit „ wiegen”, weniger als 10–30 Elektronenvolt. Die Grundidee basiert auf einem Vorschlag von Wolfgang Pauli und seinem Assistenten Markus Fierz aus dem Jahr 1939. Es gibt viele Varianten. Unklar ist, ob sie singularitätsfrei sind, die Abfolge von Ursache und Wirkung erfüllen und kosmologische Anwendungen haben.




