Die bisherige Annahme, dass Schlafwandler nicht träumen, wenn sie ihre nächtlichen Ausflüge unternehmen, hat eine französische Studie widerlegt. Wissenschaftler um Isabelle Arnulf vom Hôpital Pitié-Salpêtrière in Paris hatten 43 Personen mit der Schlafstörung befragt, an was sie sich nach dem Schlafwandeln erinnerten. 38 der Probanden gaben an, dass ihnen zumindest ein Bild oder eine Szene im Gedächtnis geblieben wäre. Dabei handelte es sich durchweg um belastende Eindrücke, die Angst, Sorge oder Grauen vermittelten. Stets waren die Betroffenen in der Opferrolle.
Für Arnulf sind diese Ergebnisse überraschend, weil Träume eigentlich nur in der sogenannten REM-Phase (REM: Rapid Eye Movement) stattfinden. Schlafwandeln geschieht dagegen im Tiefschlaf.





