Als die Universität Basel Ende 2007 Gerd Gigerenzer die Ehrendoktorwürde verlieh, würdigte sie den Wissenschaftler mit den Worten: „Der international meistzitierte deutschsprachige Kognitionspsychologe war von Beginn seiner akademischen Laufbahn an ein konsequent interdisziplinär und historisch denkender und forschender Wissenschaftler, der sich in besonderer Weise darum verdient gemacht hat, psychologisches Wissen über die Grenzen akademischer Zirkel hinauszutragen …” Dieses Anliegen ließ ihn unter anderem das Werk „Bauchentscheidungen” verfassen, das bild der wissenschaft zum brisantesten Wissenschaftsbuch des Jahres 2007 kürte. Schon 2002 hatte sein „Einmaleins der Skepsis” die bdw-Jury überzeugt und ihm die Auszeichnung für das informativste Buch eingebracht. Es begeisterte auch den Londoner Investmentbanker David Harding – mit Folgen: Harding spendete Gigerenzer 1,5 Millionen Euro und ermöglichte es dem Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung dadurch, ein Zentrum zu gründen, das der Gesellschaft hilft, Risiken besser einschätzen und mit ihnen leben zu können.




