Demnach erhöhte sich die Zahl der 20- bis 24-Jährigen, die der SCHUFA wegen einer eidesstattlichen Erklärung oder einer Privatinsolvenz gemeldet waren, zwischen 1999 und 2002 um fast ein Drittel auf rund 174000. Gleichzeitig stieg die Zahl der bei der SCHUFA gemeldeten Bundesbürger nur von 2,05 auf 2,2 Millionen – das entspricht einer geringen Zunahme von 2,5 auf 2,7 Prozent. Dafür, dass immer mehr junge Leute am Pranger der SCHUFA landen, sorgt vor allem die Telekommunikationsbranche: Die Zahl derer, die ihr Handy allzu eifrig benutzen und die entsprechend hohen Rechnungen nicht bezahlen können, schnellt rasant in die Höhe. Als weiteren Grund für die vielen Meldungen hat die SCHUFA die schlechte wirtschaftliche Lage der Netzbetreiber ausgemacht: Nach dem Ende der fetten Boomjahre Ende der Neunziger sowie unter der Last der teuren UMTS- Lizenzen und der hohen Kosten für den Aufbau der neuen Netze stecken die Unternehmen selbst in finanziellen Nöten – und treiben daher offene Rechnungen säumiger Zahler weitaus schneller und rigoroser ein als früher.
Ralf Butscher




