In Deutschland leiden etwa drei Millionen Menschen an Ohrgeräuschen, dem so genannten Tinnitus. Michael Langenbach und Miriam Olderog von der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Universität Köln haben jetzt in einer Studie untersucht, welche Faktoren zu einer chronischen Entwicklung der Krankheit beitragen. Hauptursache ist danach seelisch-körperliche Anspannung, die sich unter anderem durch Einschlafstörungen, und Lebensunzufriedenheit äußert.
Deshalb fordern die Wissenschaftler ein Umdenken bei der Therapie. Die psychologischen Behandlungsansätze dürften sich nicht wie bisher darauf beschränken, die Toleranz der Betroffenen gegenüber ihrer Krankheit zu erhöhen, vielmehr müssten die individuellen Belastungsfaktoren der Tinnitus-Patienten künftig in den Mittelpunkt der Psychotherapie gestellt werden.





