
Wie ein spanisches Forschungsteam nun herausgefunden hat, hilft dieser Energieschub den Krebszellen, durch Druck verursachte DNA-Schäden – etwa Strangbrüche oder „Knoten“ im Erbgut – schnell zu reparieren. Ohne ihn stellten die Zellen im Experiment ihre Teilung komplett ein, während Zellen mit ausreichend Energie die Schäden innerhalb weniger Stunden beheben konnten. So ermöglicht die zusätzliche Energieversorgung den Krebszellen, die mechanischen Herausforderungen im Körper zu bewältigen – zum Beispiel das Durchquetschen durch enges Gewebe oder Blutgefäße – und sich weiter auszubreiten.
Besonders relevant: Auch in echten Brusttumoren ließen sich die auffälligen energieversorgenden Strukturen nachweisen – und zwar vor allem an den äußeren Randbereichen, wo der Tumor weiter ins umliegende Gewebe vordringt. Die Studie liefert damit nicht nur neue Einblicke in die Zellbiologie, sondern auch einen möglichen Ansatzpunkt, um die Ausbreitung von Krebs künftig gezielter zu stoppen. Denn gelänge es, den Aufbau der Mitochondrien-Ringe zu blockieren, würden die Krebszellen einen entscheidenden Vorteil verlieren.




