Einer dieser Laureaten ist der Physiker Klaus von Klitzing, der seit den 1980er- Jahren am Max-Planck-Institut (MPI) für Festkörperforschung in Stuttgart arbeitet. 1985 wurde er mit dem Physiknobelpreis ausgezeichnet – für die Entdeckung des Quanten-Hall-Effekts. Dieser Fund war ein Meilenstein für die Grundlagenphysik: Er bewies, dass der elektrische Widerstand quantisiert ist und sich auf eine universelle Naturkonstante zurückführen lässt. Sie heißt inzwischen nach ihrem Entdecker „von-Klitzing-Konstante” und spielt eine wichtige Rolle bei der aktuellen Neudefinition der Maßeinheiten.
Der Physiker ist nach wie vor Direktor am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart. Ein Lieblingsobjekt des leidenschaftlichen Wissenschaftlers ist heute das Graphen – eine besondere Form des Kohlenstoffs, dessen Atome bei diesem ultraleichten Stoff in einem nur ein Atom dünnen Netz miteinander verknüpft sind. Die exotische Kohlenstoff-Variante, die sich erst seit rund zehn Jahren im Labor herstellen lässt, hat viele außergewöhnliche Eigenschaften. In der Titelgeschichte von bdw 10/2014 („Der Graphen-Hype”) erklärte der Nobelpreisträger den bdw-Lesern eindrucksvoll, was die wundersame Substanz so einzigartig macht und warum sie die Elektronik und den Flugzeugbau revolutionieren könnte.
Von seinem Enthusiasmus können Sie sich anstecken lassen. Exklusiv für bild der wissenschaft-Leser nimmt sich Klaus von Klitzing Zeit, um seine aktuellen Forschungsthemen zu erläutern. Das macht er mit seinem ihm eigenen Wortwitz. Sie werden begeistert sein!
Die Max-Planck-Gesellschaft unterstützt das bild-der-wissenschaft-Seminar. Dazu öffnen das MPI für Festkörperforschung und das MPI für Intelligente Systeme zwei Tage lang die Labors nur für die bdw-Leser, die dort in brandaktuelle wissenschaftliche Projekte eintauchen und die Forscher bei der Arbeit erleben können. Die Wissenschaftler erklären aus erster Hand Hintergründe, Herausforderungen und neueste Erkenntnisse an der Spitze von Physik, Hochtechnologie und Materialforschung – in Präsentationen, in ihren Labors und beim gemeinsamen Mittagessen im Kasino der Max-Planck-Institute.
Bei den Projekten geht es um die Entwicklung einer organischen Elektronik als mögliche Nachfolgetechnologie für heutige elektronische Systeme, um Physik auf der Nanometer-Skala, um intelligente Materialien und Schwarmin telligenz für eine neue Generation von selbstständig agierenden Robotern. Und es geht um Mikround Nano-Maschinen, die sich wie winzige U-Boote durch die menschliche Blutbahn bewegen sollen – etwa um medizinische Wirkstoffe zielgenau in Organe zu bringen.
Zum Programm der zweitägigen Veranstaltung gehört eine Übernachtung im 4-Sterne-Hotel Maritim in Stuttgart-Mitte, ein gemeinsames Abendessen, an dem bdw- Chefredakteur Wolfgang Hess und Technologieredakteur Ralf Butscher teilnehmen, zwei Mittagessen mit den Forschern auf dem Max-Planck-Campus sowie alle Transfers im modernen Reisebus.




