In wenigen Jahren reifen Babys von hilflosen Wesen zu Menschen heran, die mit Computern umgehen können oder sich über den Ursprung des Universums Gedanken machen. Das ist nur möglich, schreiben die drei Entwicklungspsychologen Alison Gopnik, Patricia Kuhl und Andrew Meltzoff, weil der menschliche Nachwuchs über den “gewaltigsten Lernapparat des ganzen Universums” verfügt.
Für die drei Forscher ist jedes Kind ein Kollege: Wie Wissenschaftler stellen kleine Kinder Hypothesen über ihre Umwelt auf, die sie durch Experimente bestätigen oder verwerfen. Während sich Ratgeberbücher für Kindererziehung damit auseinandersetzen, wie sich dieser oft anstrengende Forschergeist eindämmen läßt, erfährt man von Gopnik, Kuhl und Meltzoff die Gründe für die Experimentierfreudigkeit. Dabei schildern die drei Amerikaner den Wissensstand der Entwicklungspsychologie nicht nur aus der distanzierten Perspektive der Forschung, sondern auch mit dem liebevollen Blick erfahrener Eltern.
Ute Kehse




