Flüssiggase enthalten die Kohlenwasserstoffe Propan (C3H8), Butan (C4H10) oder ein Gemisch davon. Unter normalen Umgebungsbedingungen sind diese Stoffe gasförmig, doch bereits durch einen geringen Überdruck lassen sie sich verflüssigen. Dann hat das Flüssiggas nur noch weniger als ein halbes Prozent seines gasförmigen Volumens. Die in den verflüssigten Kohlenwasserstoffen enthaltene große Energiemenge lässt sich somit in relativ kleinen und leichten Druckgefäßen transportieren und lagern. Gewonnen wird Flüssiggas bei der Verarbeitung von Rohöl in Raffinerien sowie direkt bei der Förderung von Erdgas und Rohöl. In Deutschland wurden 2003 insgesamt rund 2,6 Millionen Tonnen Flüssiggas verbraucht, davon jeweils etwa die halbe Gewichtsmenge an Propan und dem etwas schwereren Butan. Fast 60 Prozent des verbrauchten Flüssiggases dienen zur Energieversorgung, etwa 40 Prozent als Rohstoff für die chemische Industrie.




