Wenn sich ein Bayer an die Ostsee verirrt, muss ihn eine Leidenschaft treiben: Bei Florian Huber, 34, war es die Lust am Tauchen. Bereits als Jugendlicher tummelte er sich in tropischen Gewässern. Doch sein Arbeitsplatz in Kiel ist rau: Im Winter 3 statt 28 Grad, und statt Schildkröten erwartet ihn im Hafen höchstens eine Krabbe. Als Gaststudent aus München, wo er Ur- und Frühgeschichte studierte, kam er 2000 nach Kiel. Ein Jahr wollte er bleiben, zehn Jahre sind es mittlerweile geworden. Mit seiner Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie sucht er nach versunkenen Relikten. Am 26. Dezember 2004, dem Tag des verheerenden Tsunami, tauchte er auf den Malediven: „Ich wurde unter Wasser herumgeschleudert wie in einer Waschmaschine. Ohne meine Ausbildung zum Forschungstaucher hätte ich vielleicht nicht die notwendige Ruhe bewahrt, um wieder sicher nach oben zu kommen.”





