Die Fangflotten der Welt überfischen nicht nur die Ozeane, sondern auch die großen Flüsse der Erde, beklagt der World Wide Fund for Nature (WWF). Besonders begehrte Speisefische im Amazonas sind der drei Meter lange Pirarucu und der Tambaqui, der zu den Renken gehört. Die großen Exemplare dieser Fischarten sind in der Nähe der größeren Städte im brasilianischen Regenwald bereits abgefischt. In den Netzen zappeln fast nur noch kleinere Tiere, die sich vermutlich noch nicht fortgepflanzt haben.
Ob die beliebten Amazonas-Speisefische, zu denen auch ein Wels mit dem Namen Piramutaba gehört, vom Aussterben bedroht sind, wissen die Experten vom WWF noch nicht. Die Fangzahlen aber deuten es an: Seit 1970 hat sich der Fang des Pirarucu in der Nähe der Millionenstadt Manaus halbiert, und vom Tambaqui werden 13 Prozent weniger aus den braunen Fluten geholt.




