Für Kältewüsten gilt Ähnliches, nur umgekehrt. Wegen Frost, Schneefall und starken Winden sieht es hier schlecht für Pflanzen aus. Das liegt daran, dass die Sommer viel zu kurz anhalten, als dass sich eine Vegetation entfalten könnte. Eine ganz andere Problematik zeigt sich bei Eiswüsten: Es gibt weder Gestein noch Böden, in die Pflanzen ihre Wurzeln schlagen könnten.
“Auf die höchsten Dünen und in die tiefsten Gletscherhöhlen”
Neben den bereits genannten Wüstenarten gibt es noch edaphische Wüsten. Edaphisch leitet sich vom griechischen Wort für “Erdboden” ab, denn in diesen Wüsten ist nicht das Klima an der mangelnden Vegetation schuld, sondern die Böden. Diese sind so beschaffen, dass sie Wasser nicht über längere Zeit speichern können. Deshalb kann dort trotz eventuell hohem Jahresniederschlag kaum etwas wachsen.
Michael Martin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt der Wüsten in Bildern einzufangen. Gleichzeitig nutzt er sein Wissen als Geograf, um seine Beobachtungen einzuordnen. Er selbst sagt: “Die Aussicht auf besondere Bilder hat mich auf die höchsten Dünen klettern und in die tiefsten Gletscherhöhlen kriechen lassen. Ich bin aber nicht nur als Fotograf um die Welt gereist, sondern auch als Geograf, der stets versucht, Zusammenhänge zu erkennen und die Natur zu verstehen. So individuell diese Erkenntnisse auch waren, so versuchte ich doch immer, sie in einen größeren, globalen Zusammenhang zu stellen.”
Zum Buch:
Michael Martin
Planet Wüste
Knesebeck, München 2015, € 49,95
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