Mona Lisa findet keine Ruhe. Erst kürzlich wollten französische Kunsthistoriker ihr eine Schwangerschaft anhängen, die angeblich der Grund für ihr hinreißendes Lächeln sei. Nun setzt Jan Dequeker, ein belgischer Mediziner, noch eins drauf: Leonardos Modell habe an einem erblich erhöhten Blutfettspiegel gelitten. Das erkläre auch das frühe Ableben mit 37 Lenzen. Dequekers Hypothese: Der gelbe Fleck an Mona Lisas linkem Auge ist eine Cholesterinablagerung unter der Haut. Auch die angeschwollene rechte Hand, so der 72-jährige Rheumatologe, könne mit der Erkrankung zusammenhängen. Dequeker sucht alte Gemälde systematisch nach Krankheitssymptomen ab – ein Hobby, von dem er selbst zugibt, dass es ihm ein wenig aus dem Ruder laufe.





