Erstmals wurde bei Hundewelpen eine Saugordnung nachgewiesen. Demnach bedienen sich neugeborene Hunde während 65 bis 77 Prozent der Säugezeit an demselben Zitzenpaar. Zu diesem Ergebnis kamen Arno Böhm und Prof. Dr. Steffen Hoy vom Institut für Tierzucht und Haustiergenetik der Universität Gießen, als sie 713 Hundewelpen aus 102 Würfen untersuchten. Hundewelpen werden blind und taub geboren und können anfangs auch nicht riechen. Wenn sich die Hündin zum Säugen auf die Seite legt, sind die Jungen bei der Suche nach den Zitzen deshalb auf ihren Tast- und Temperatursinn angewiesen. Wie sich herausstellte, bevorzugen die bei der Geburt schwersten und vitalsten Welpen das besonders gut durchblutete, warme Gesäuge in Schwanznähe. Die Welpen mit dem geringsten Geburtsgewicht werden dagegen zum ersten kopfwärts gelegenen Zitzenpaar abgedrängt. Die Welpen am hintersten Zitzenpaar waren am 20. Lebenstag bereits um 44 Prozent schwerer als die am vordersten.





