Mit einem neuartigen Verfahren zum Flechten von Garn aus Zellulose lassen sich extrem feste Fäden herstellen. Das bewies ein schwedisch-deutsches Forscherteam am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg. Die Wissenschaftler spülten mithilfe von zwei kräftigen seitlichen Wasserstrahlen nanometerkleine Zellulose-Fibrillen durch eine enge Röhre. Die Nanofibrillen richteten sich weitgehend parallel aus und hafteten durch eingespülte Salze fest aneinander. Beim Trocknen schrumpften die Fasern zu einem kräftigen Faden. Gemessen an seinem Gewicht ist er fester als Stahl. Mit solchen Zellulose-Fäden lassen sich zum Beispiel Rotorblätter von Windrädern versteifen.




