Wann ist ein Roboter intelligent?
Im Sinne des Mathematikers Alan Turing ist eine Maschine intelligent, wenn sie sich nicht von einem Menschen unterscheiden lässt. Mit dieser Definition bin ich aber nicht glücklich, weil sie von der Sichtweise des Menschen abhängt. Es gibt nicht die eine Intelligenz, auch eine Zecke ist intelligent – weil sie Blut findet. Nach Leibniz ist der Mensch sowieso nur ein Automat, wenn auch von einem göttlichen Ingenieur. Intelligenz bei Maschinen ist möglich, aber anders als beim menschlichen Gehirn.
Bewusstsein und Gefühl müssen Roboter also nicht haben?
Nein. Es reicht, wenn Roboter kognitive Fähigkeiten haben und lernfähig, anpassungsfähig und sensibel sind. Es kommt darauf an, was ein Roboter tut. Computer spielen sehr gut Schach, dazu brauchen sie kein Gefühl.
Werden Roboter jemals ein perfektes Abbild des Menschen sein?
Im Prinzip lässt sich das für die Zukunft nicht ausschließen. Aber humanoide Roboter sollten Menschen nicht total ersetzen. Es bringt nichts, die Evolution zu wiederholen. Technologie ist eine Serviceeinrichtung. Die Welt wird künftig voller autonomer Systeme sein, die uns ihre kognitiven Fähigkeiten zur Verfügung stellen. Unser Menschsein wird dadurch nicht bedroht. Mehr Sorge macht mir, dass wir immer abhängiger von dieser Technik werden.
Asiaten scheinen viel spielerischer mit Robotern umzugehen.
Das stimmt und hängt mit religiösen Vorstellungen zusammen. Aber es hat keinen Einfluss auf die Akzeptanz. Wir Deutsche werden Roboter akzeptieren, wenn wir sehen, welchen Nutzen sie bringen.




