Das war nicht viel, was in dem Artikel geboten wurde. Ganz besonders nach der Vorschau aus Heft 8 mit dem vielversprechenden Schlusssatz „… und wie viel Sie wirklich trinken sollten”. Dieses für die Gesundheit ganz besonders wichtige Thema wurde unter Punkt 10 geradezu dilettantisch angerissen.
Laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung reichen 1,5 Liter Wasser pro Tag – für erwachsene Büroarbeiter und deutsches Klima! Aus dieser umwerfenden Erkenntnis folgert die Autorin, dass die benötigte Trinkmenge je nach Geschlecht, Ernährung, Sportlichkeit und Klima sehr stark variiert. Weiter schreibt sie, dass es keine gesundheitlichen Vorteile gäbe, falls mehr Wasser als erforderlich getrunken würde. Schaden könne es aber auch nicht, außer beim Sport – da müsse man aufpassen. Denn wenn man zu viel trinke, würde das Gehirn mit Wasser überschwemmt und der Hirndruck steige gefährlich an.
Ich könnte mir vorstellen, dass auch beim Schreiben eines Artikels diese Gefahr besteht! Warum verlieren Sie kein Wort über die Gefahren, wenn zu wenig getrunken wird? Wie viel soll man denn mindestens trinken, wenn man kein erwachsener Büroarbeiter ist? Was ist mit den älteren Leuten, die meist zu wenig trinken, weil ihnen das Durstgefühl fehlt? Inwiefern kann man sich überhaupt auf sein Durstgefühl verlassen? Wie zählen beispielsweise Kaffee oder Tee, was ist mit Wein, Saft und Limo? Früher hieß es: Pro Tasse Kaffee eine Tasse Wasser als Ausgleich. Heutzutage zählt die getrunkene Menge Kaffee zur täglichen Trinkmenge. Stimmt das? Was ist mit Kindern, die gerne Milch trinken?
Das alles sind Fragen, die es wert wären, beantwortet zu werden. Wobei ich mir völlig im Klaren bin, dass sich diese Erkenntnisse, wie fast immer, in wenigen Jahren als falsch herausstellen werden.
Uwe Gengenbach, per E-Mail
Herzlichen Glückwunsch zur Aufklärungsarbeit bezüglich der Ernährungsirrtümer. Der Beitrag ist sehr gut gemacht, bis auf Punkt 10. Sie hätten im letzten Absatz den Bezug zu den Marathonläufern besser weglassen sollen. Dort sind Sie selber einem Irrtum erlegen.
Als erfahrener Marathonläufer und Trainer im Ausdauersport kann ich Ihnen versichern, dass von gut vorbereiteten Sportlern während des Laufs nicht zu viel getrunken wird. Ein ambitionierter Sportler ist während des Wettkampfs dazu überhaupt nicht in der Lage. Probleme entstehen dadurch, dass während des Laufs zu wenig getrunken wird, und das gerade in den problematischen Fitnessbereichen.
Ich habe noch nie von Kreislaufproblemen oder Bewusstlosigkeit infolge Hyponatriämie gehört. Es gibt eine amerikanische Studie, die lebensgefährlichen Natriummangel bei einigen Teilnehmern des Boston-Marathons festgestellt hat. Diese Leute haben sich angeblich drei Liter Wasser auf der Laufstrecke zugeführt. Leider existiert keine Aussage, in welchem Ausgangszustand sie an den Start gingen. Wenn Sie die amerikanische Marathonszene betrachten, werden Sie feststellen, dass dort noch mehr Teilnehmer an den Start gehen als in Europa, die es von ihrer Fitness her besser lassen sollten. Marathon ist für einen Freizeitsportler eine knüppelharte Belastung und kein Fun-Event.
Die Erfahrung der meisten Trainer ist, dass in der Regel nicht während, sondern nach dem Marathon unverhältnismäßig viel und zu schnell getrunken wird – der Grund für gesundheitliche Probleme.
Harald Sewcz, per E-Mail
RUSSEN GRÜBELN BESSER
Heft 9/2011
Gemäß den Ausführungen des Artikels „Russen grübeln besser” scheint es so zu sein, dass die Russen eine Einsicht des französischen Existenzphilosophen und Romanciers Albert Camus beherzigen. Camus lässt in einem seiner Romane eine Figur sagen: „ Zur wahren Aristokratie gehört die Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Schicksal.”
Josef Wolferseder, per E-Mail
DEUTSCHLAND VOR DEN DINOS
Heft 9/2011
Arthropleura ist sicher ein Gliederfüßler – aber kein Insekt. Insekten sind auch Gliederfüßler, haben aber drei Bein- und zwei Flügelpaare, drei Körpersegmente.
Achim Rumberger und Familie, per E-Mail
Das stimmt. Das bis zu zwei Meter lange Tier, das auf der Seite 58 in Heft 9/2011 zu bewundern ist, gehört zum Stamm der Gliederfüßler (Arthropoda). Wir bitten um Entschuldigung. Die Redaktion
PI UND DER MOUNT EVEREST
!Beutelspacher Heft 10/2011
Auf Seite 74 schreiben Sie, dass Pi heute auf über zwei Billionen Stellen bekannt ist. Ich wollte darauf hinweisen, dass dieser Rekord am 2. August 2010 von Alexander Yee und Shigeru Kondo gebrochen wurde (fünf Billionen Stellen), sehen Sie selbst unter der Internetadresse www.numberworld.org/misc_ runs/pi-5t/announce_en.html.
Ivan Panchenko, per E-Mail
TSUNAMI VERWÜSTETE KULTSTÄTTE
bdw-Nachrichten Heft 10/2011
Mit meiner Familie habe ich in den 1990er-Jahren auf verschiedenen Studienreisen die antiken Stätten Griechenlands besucht, und ich war erfreut, als ich in der Ausgabe 10/2011 auf einen ganzseitigen Artikel über die Ausgrabungsstätte in Olympia stieß. Das Bild zum Artikel zeigt allerdings nicht den Zeustempel auf der Peloponnes, sondern die Reste des Tempels des Olympischen Zeus in Athen, der im 2. Jahrhundert n.Chr. fertiggestellt wurde. An dessen imposanter Größe und der korinthischen Säulenordnung ist die spätere Zeit zu erkennen. Schon im darauf folgenden Jahrhundert übrigens nutzte man diesen Tempel als Steinbruch für die Stadtmauer.
Der Zeustempel in Olympia dagegen bestand fast ein Jahrtausend, bevor er das beschriebene Ende im 6. Jahrhundert n.Chr. nahm. Das von mir beigefügte Bild zeigt die am Boden liegenden Säulentrommeln, deren Kanneluren auf den alten dorischen Stil hinweisen. Das Bild möge die Aussagen des Verfassers und die bdw-Nachrichtenseite im Internet ergänzen. („ Versank Olympia in Fluten?”, Online-Meldung vom 1.7.2011 in www.wissenschaft.de, Anm.d.Red.)
Dipl.-Ing. Frank G. Droste, Architekt (BDA) und Stadtplaner, Lüdenscheid
Die Redaktion dankt herzlich Herrn Droste und allen anderen bdw-Lesern, die uns auf die Verwechslung hingewiesen haben!




