Ich bin wirklich ein langjähriger Freund von bdw, aber die ideologische Durchtränkung mit grüner Ideologie nimmt immer skurrilere Formen an. Ein Höhepunkt ist der Artikel zur „ Energiewende”, der alle problematischen Punkte völlig ausblendet. Von Ausgewogenheit und journalistisch (gar wissenschaftlich) kritischer Distanz ist keine Rede mehr.
Dass die Subventionskosten allein für die von 2000 bis 2013 installierten bundesdeutschen Solaranlagen bei satten 111 Milliarden Euro liegen (Schätzung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung), das erfährt man bei Ihnen nicht. Und dass von den Subventionen eher reiche Haushalte (Hausbesitzer) profitieren und ärmere Haushalte (Mieter) zahlen, ist natürlich auch egal.
Man schwelgt in Technologiehoffnungen, die noch lange nicht marktreif sind und vergisst völlig, dass das technologisch vielleicht Machbare noch lange nicht wirtschaftlich ist. Dafür haben wir dann, so der Endsatz des Artikels, eine „edle” Energieversorgung, was immer das sein soll. Franz Müller, per E-Mail
Mit diesem Beitrag haben Sie mir aus der Seele gesprochen, vielen Dank für die klaren und mutigen Worte! Als Befürworter der Energiewende (ich betreibe selbst eine PV-Anlage auf meinem Privathaus) ärgere ich mich schon lange über die in letzter Zeit immer massiver werdenden Angriffe auf die erneuerbaren Energien und die Behauptung, diese seien zu teuer, würden die Wirtschaft aus dem Lande treiben, viele Arbeitsplätze kosten und so weiter. Wären unsere Vorfahren auch solche Bedenkenträger gewesen wie die Leute, die zur Zeit gegen die Energiewende polemisieren, säßen wir vermutlich heute noch in strohgedeckten Lehmhütten.
Walter Mielentz, Leverkusen
Ja, sehr geehrter Herr Hess, ich gehöre auch zu den Heerscharen von Bundesbürgern, die an der Energiewende kein gutes Haar lassen. Und Ihren Vergleich mit der Urlaubsreise empfinde ich als unpassend. Eine Urlaubsreise plane ich selber. Ob die Kosten aus dem Ruder laufen, ist meinetwegen eine offene Frage. Ich habe einige Studienreisen in ferne Länder machen dürfen, mein Budget dafür aber nur selten – und wenn, nur geringfügig – überschritten.
Ohne staatliche Förderung hätte es einen Boom der sogenannten Erneuerbaren nie gegeben. Inzwischen ist die Macht der daraus entstandenen Profiteure so groß, dass ein Zurückfahren auf ein ökonomisch vernünftiges Maß kaum noch machbar erscheint.
Georg von Petersdorff, per E-Mail
Ihre Meinung ist gefragt
Leserforum in Heft 6/2014: Internationale Raumstation
Ich halte die bemannte Raumfahrt beim derzeitigen Stand der Technik für völlig unsinnig, denn die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum erwartbaren Erkenntnisgewinn.
Interessanter könnte es werden, zumindest für unser Sonnensystem, wenn wir mehr über Gravitation wüssten und sie irgendwann handhaben könnten wie zum Beispiel die Elektrizität. Dazu braucht es aber Grundlagenforschung und vor allem kluge Köpfe. Ich möchte nicht wissen, wie viele Genies wir schon verloren haben, einfach weil sie verhungert sind oder weil sie keinen Zugang zu Bildung hatten. Hier wäre das Geld wesentlich sinnvoller angelegt.
Mag sein, dass unsere Zukunft im Weltraum liegt, bis auf Weiteres wird die Erde jedoch eine Insel im Weltraum bleiben, mit begrenztem Platz und begrenzten Ressourcen. Wir täten deshalb gut daran, unseren Planeten pfleglich zu behandeln, sonst könnten wir ausgestorben sein, noch bevor wir uns den Weltraum hätten nutzbar machen können. Bernhard Beigl, per E-Mail
Am Anfang war der Urknall
bdw-Spezial
Zu der Sonderausgabe „Am Anfang war der Urknall” kann ich Ihnen nur gratulieren. Sie ist außergewöhnlich interessant. Ich habe diese Ausgabe von der ersten bis zur letzten Seite mit großem Interesse und mehrfach gelesen.
Nicht alles habe ich verstanden, vor allen Dingen, wenn es sehr theoretisch wurde. Aber vieles hat mich weitergebracht. Bemerkenswert ist, was in den letzten 100 Jahren alles an Neuem hinzugekommen ist. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse nehmen offensichtlich exponentiell zu. Norbert G. Müller, per E-Mail




