Jets, die energiereichen Teilchenströme im Umfeld Schwarzer Löcher, sind die Quellen hochenergetischer Gammastrahlung. Und: Je heller die Jets im Radiobereich leuchten, desto stärker ist auch ihre Gammastrahlung. Über einen solchen Zusammenhang wurde schon länger spekuliert, aber erst die Kombination neuer Messungen hat ihn jetzt erhärtet. Gelungen ist das einem internationalen Astronomenteam mit dem Fermi-Gammastrahlenteleskop, einem im Juni 2008 gestarteten Satelliten, und dem Very Long Baseline Array (VLBA), zehn quer durch Amerika zusammengeschalteten Radioteleskopen zwischen Hawaii und den Jungferninseln.
Es zeigte sich, dass die Jets in unmittelbarer Nähe der Schwarzen Löcher entstehen, und dass Radio- und Gammastrahlung denselben Ursprung haben. „Es ist nun bewiesen, dass auf einer Skala von nur wenigen Lichtjahren die Quellen mit starker Gammastrahlung leuchtkräftiger und kompakter sind, und dass die Jets sich schneller ausbreiten als bei Quellen ohne nachweisbare Gammastrahlung”, sagt Anton Zensus, Direktor am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. Allerdings fand der Fermi-Satellit auch Gammaquellen, die weder Radiostrahlung noch sichtbares Licht aussenden und vielleicht eine ganz andere Ursache haben als die Jets.




