Das chemische Element mit der Ordnungszahl 111 ist auf den Namen Roentgenium getauft worden. Es war 1994 von einem internationalen Wissenschaftlerteam um Sigurd Hoffmann bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt erzeugt worden. Dazu wurden im Teilchenbeschleuniger der GSI Nickel-Atome auf hohe Geschwindigkeit gebracht und damit Bismut-Atome beschossen. Durch Kernfusion entstand dann das neue Element. Roentgenium kommt in der Natur nicht vor und kann nur künstlich hergestellt werden. Außerdem zerfällt es bereits nach wenigen Sekundenbruchteilen. Die Namensgebung steht in der Tradition, neue chemische Elemente nach berühmten Forschern zu benennen und ehrt den deutschen Physiker Wilhelm Conrad Röntgen, der 1901 mit dem ersten Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde.




