Die Datenmenge, die auf eine moderne Festplatte passt, ist unvorstellbar: 700 Milliarden Datenpunkte auf der Fläche einer 2-Euro-Münze. Doch für manche künftigen Anwendungen könnte selbst das nicht genug sein. Einer weiteren Vergrößerung der Datendichte steht allerdings die Physik entgegen. Denn in Festplatten dienen ferromagnetische Materialien als Datendepot: Die Bits darin ähneln winzigen Stabmagneten, die einen Mindestabstand benötigen, damit sie sich nicht gegenseitig stören.
Wissenschaftlern von IBM und vom Max-Planck-Institut für Festkörperforschung am Center for Free-Electron Laser in Hamburg ist es nun gelungen, dieses Problem zu lösen – mit Eisen-Atomen, deren magnetische Momente abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen weisen. Physiker nennen ein solches Material antiferromagnetisch. Darin lassen sich die Datenpunkte viel dichter anordnen – Festplatten mit 100 Mal größerer Speicherkapazität als heute wären denkbar.




