Alles, was die Erde aus derselben Entfernung im All erreicht, bildet gleichsam eine Kugelfläche um sie herum. Falls diese Kugel größer ist als das Universum, muss sie sich selbst überschneiden (links), vorausgesetzt der Weltraum ist topologisch „mehrfach verbunden”. So entsteht ein kreisförmiges Band. Es besteht aus dem, was wir zweimal von gegenüberliegenden Himmelsseiten sehen würden. Der Effekt ist derselbe wie bei einer Kreisfläche, die um einen Stab gewickelt ist (rechts). Kosmologen suchen nach solchen Kreisbändern in der Kosmischen Hintergrundstrahlung. Dieses „ erste Licht” entstand 380 000 Jahre nach dem Urknall, als der Weltraum sich so weit abgekühlt hatte, dass er durchsichtig wurde. Die Strahlung besitzt ein charakteristisches „ Fleckenmuster” winziger Temperaturvariationen. Wenn entlang bestimmter Kreisbänder dieselben Variationen entdeckt würden, wäre erwiesen, dass der Weltraum gleichsam in sich selbst zurückläuft. Anhand der Zahl, Größe und Lage der Kreise ließe sich die Topologie des Alls bestimmen.




