Fälschung in der Psychologie ist zum Beispiel beim Thema „ Nahtod-Erfahrungen” (NTE) seit 1975 der Normalfall: Es handelt sich dabei stets um bewusste Erinnerungsvorgänge.
Die NTE-Forschung baut stark auf dem 1975 erschienenen Buch „ Leben nach dem Tod” von Dr. Raymond A. Moody auf. Dieser stellt darin NTE vor, zeigt, dass sie nach einer einheitlichen Struktur ablaufen, dass man parallel zum NTE die Umgebung genau beobachten und sogar Körperteile bewegen und fühlen kann.
NTE beginnen ohne erkennbare Ursache und werden von Menschen erlebt, die dabei nachweislich lebendig und bei Bewusstsein waren, sowie von Menschen in kritischer gesundheitlicher Situation (Verletzungen, ärztliche Behandlung, klinischer Tod). Trotzdem werden NTE bisher einseitig als Todes- beziehungsweise Sterbeerfahrung erforscht. Dass es sich um Erfahrungen lebender Menschen handelt, ist kein Forschungsthema.
• Wenn man bestimmte Informationen (hier: nachweislich gesunde Personen) gezielt ignoriert, dann ist dies Datenfälschung.
• Der Begriff „Nahtod/Todesnähe” ist nicht definierbar, da Unsinn. Auf der Basis eines derart ungeklärten Begriffs zu forschen, ist fragwürdig.
• NTE laufen nach einer einheitlichen Struktur ab, wobei einzelne Elemente typische Inhalte haben und jeweils eines oder mehrere dieser Elemente beim NTE erlebt werden. Diese Strukturen wären einer systematischen wissenschaftlichen Analyse zugänglich. Aber die ist bis heute nicht erfolgt.
Richard Kinseher, Kelheim
Was der Bauer nicht kennt …
Nachrichten Heft 9/2013
In dem auf Seite 8 stehenden Bericht, in dem neue Erkenntnisse über die soziale Organisation in dem jordanischen Steinzeitdorf Basta beschrieben werden, heißt es: „In dem Dorf fanden die Forscher” – gemeint ist das Team des SIGN-Projektes – „ Skelettreste von über 50 Menschen, die sie gemeinsam mit Göttinger und Wiener Anthropologen analysierten.”
Das trifft so nicht zu. Die Grabungen wurden von den Berliner Kollegen Dr. Hans Georg K. Gebel und Prof. Dr.Hans Jürgen Nissen (Co-autoren unserer Publikation) sowie den jordanischen Kollegen der Yarmouk-Universität geleitet. Sie haben uns netterweise den Zugang zu den Skelettresten ermöglicht. Es ist uns sehr wichtig, dies richtigzustellen.
Prof. Dr. Kurt Alt, Anthropologisches Institut, Mainz, Dr. Marion Benz, Institut für Vorderasiatische Archäologie, Freiburg
Der Fehler geht zulasten der Redaktion. Wir bitten um Entschuldigung!
Im Parterre stirbt’s sich schneller
Heft 8/13
Mit nachstehend kopierter E-Post habe ich mir erlaubt, den Epidemiologen und Biometriker Prof. Dr. L. Kreienbrock der Tierärztlichen Hochschule Hannover und meinen Bruder Dr. R. Bögel auf diese umwerfende Erkenntnis hinzuweisen, die in so humorvoller Weise Religion und Naturwissenschaft vereint. Denn nicht jeder ist so gut informiert wie der bdw-Leser. Weiterhin viel Erfolg!
Lieber Herr Kreienbrock!
Endlich ein biometrischer Beweis für das Fortleben nach dem Tod beziehungsweise die Wiedergeburt. bild der wissenschaft 8/2013, S. 15: „In der Beobachtungszeit starben Nachbarn in den höheren Stockwerken deutlich häufiger als die Bewohner der untersten Stockwerke durch Sprünge aus großer Höhe in suizidaler Absicht.” Ich sage schon immer: Der Glaube hat damit nichts zu tun. Man muss nur die richtige Technik beherrschen und zählen können.”
Prof. Dr. K. Bögel, per E-Mail
Cover von Heft 11/2013
Nun bin ich schon weit über 30 Jahre Abonnent, und der erste Blick ist bei dieser Zeitschrift tatsächlich auf das Titelblatt gerichtet. Nun rätselte ich, was denn „taumende Pole” sein können. Ich dachte zwar gleich an „taumelnde”, aber hätte doch nicht geglaubt, dass solch ein orthographischer Fehler auf der Titelseite übersehen wird.
Irgendwie ist es lustig, dass trotz aller Super-Rechtschreibprogramme solches geschehen kann. Sehen wir es menschlich und fügen selber das „l” ein. Reißen Sie den Verantwortlichen nicht den Kopf ab – hier ist ein Lächeln angebrachter.
Hans-Jürgen Schulz, Siegen
Ein peinlicher Fehler! Obwohl das Titelblatt durch viele Hände wandert, haben auch wir ihn erst nach Druck bemerkt. Wir bitten vielmals um Entschuldigung! Die Redaktion
Agenten im Heuhaufen
Heft 9/2013
Der Text, so schön er auch verfasst ist, blendet leider einige wichtige Details aus. So ist eine flächendeckende Überwachung von Menschen stets das Erkennungszeichen repressiver Regimes. Eine freie Demokratie hat Derartiges nicht nötig.
Zudem geht es mitnichten nur um das Aufspüren von Versicherungs- und Scheckkartenbetrügern. Was die Jungs mit den großen Ohren mindestens genauso interessiert, sind interne Firmendaten wie Kalkulationen, Marktanalysen und Konstruktionspläne. Ist das Verhalten der NSA etwa keine organisierte Kriminalität?
Wenn in Europa Firmen pleitegehen, weil deren Entwicklungen stets in den USA erscheinen, noch bevor sie es hier auf den Markt geschafft haben, dann ist dies ein viel größeres Risiko als irgendeine angebliche Terrorgefahr, an die ohnehin kein vernünftiger Mensch glaubt.
Jürgen Apitzsch, per E-Mail





