Einige Handyproduzenten bieten seit Kurzem Telefone an, die sich nach dem Prinzip Push-to-Talk nutzen lassen. Dieser neue Mobilfunkdienst ermöglicht es, kurze Sprachnachrichten an einzelne Personen oder definierte Gruppen von Handynutzern zu versenden. Das Funktionsprinzip ähnelt dem von Funksprechgeräten, etwa dem Walkie Talkie: Um sprechen zu können, muss man einen Knopf drücken. Die Sprachnachricht geht dann gleichzeitig an alle zuvor ausgewählten Empfänger – vorausgesetzt, sie sind online. Die Nachricht erreicht die Empfänger sofort, ohne dass zunächst das Telefon läutet und das Gespräch angenommen werden muss. Dazu nutzt Push-to-Talk das GPRS-Datennetz, mit dem man – ähnlich wie übers Internet – Datenpakete verschicken kann. Sprechen kann bei Push-to-Talk stets nur eine Person, die anderen müssen so lange warten. Der Dienst eignet sich zum Beispiel, um auf einfache Weise einen Termin mit mehreren Freunden zu vereinbaren oder zur Kommunikation zwischen den Mitgliedern eines Arbeitsteams, etwa auf einer Baustelle oder bei einer größeren Veranstaltung. Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Sprechfunkgeräten liegt in der Reichweite: Sie ist durch die Nutzung des Mobilfunknetzes nahezu unbegrenzt.




