von CHRISTIAN JUNG
Jede Ähre, jedes Korn, jeder Halm zählt. Nichts darf durcheinandergeraten, und nichts darf verloren gehen“, sagt Anja Matzk vom Saatzuchtunternehmen KWS im niedersächsischen Einbeck. An jedem Pflanzentopf in den zahlreichen Gewächshäusern ist ein Etikett befestigt, auf dem nach immer gleichem Schema Ziffern und Buchstaben notiert sind. „Der Code verrät penibel, auf welchem Platz die Weizenpflanze stand, aus welchem Korn sie wuchs, um welche Generation seit der ursprünglichen Kreuzung es sich handelt und noch einiges mehr“, ergänzt ihr Kollege Dietmar Stahl. Das Team experimentiert mit der Genschere CRISPR-Cas9 an Weizenpflanzen. Die moderne Technologie könnte eine Antwort auf die Frage sein, wie man die nach wie vor rasant steigende Zahl an Menschen auf diesem Planeten satt bekommen will.





