Singles auf der Suche kennen das Spielchen: Es beginnt mit ein paar harmlosen Blicken – und kann mit einer mehr oder weniger heftigen Beziehung enden. Oft aber scheitert die erste Kontaktaufnahme daran, dass der Beäugte nichts von dem verschämten Annäherungsversuch bemerkt.
Kanadische Forscher von der Queen’s University in Ontario wollen das Flirten nun einfacher machen. Sie haben eine Sonnenbrille entwickelt, die erkennt, wenn jemand versucht, Blickkontakt mit ihrem Träger aufzunehmen. Um in den Genuss dieser Flirt-Hilfe zu kommen, muss man sich allerdings eine ganze Menge Hightech auf die Nase setzen: Auf dem Zwischensteg einer handelsüblichen Brille ist eine CCD-Kamera angebracht. Leuchtdioden (LED), die an der Linse der Kamera sitzen, senden infrarotes Licht aus, das an den Augen anderer Personen reflektiert und von den Sensoren der Kamera wieder aufgefangen wird.
Ein PDA (Persönlicher Digitaler Assistent), der an der Hüfte getragen werden muss und per Kabel mit der Brille verbunden ist, empfängt die Kamerabilder. Eine auf dem PDA gespeicherte Software durchsucht sie nach einem Flackern, das von Lichtreflexionen auf der Hornhaut erzeugt wird und ermittelt daraus, wohin die betreffende Person schaut. Flackert das Infrarotlicht direkt im Zentrum der Pupille, deutet das darauf hin, dass das Gegenüber Augenkontakt herstellen will.
Der erste Prototyp der Flirtbrille hat allerdings noch einige Mängel, die beim Flirten recht hinderlich sein dürften: So kann die Brille nicht zwischen männlichem und weiblichem Geschlecht unterscheiden, außerdem erkennt sie einen Blickkontakt nur bei weniger als einem Meter Abstand – und sie ist so auffällig, dass man eher sie anstarrt, als ihrem Träger zuzublinzeln.





