Ein paar Fischer bemerkten als erste den Ausbruch. Dunkler Rauch quoll aus dem Meer, nur 120 Kilometer von der Hauptstadt Reykjavik entfernt. Das war am 14. November 1963. In den nächsten Monaten wuchs eine Vulkaninsel aus dem Atlantik, der an dieser Stelle rund 100 Meter tief war. Sie erhielt den Namen Surtsey – nach einem Riesen der nordischen Sagenwelt. Vulkanologen konnten hier ein Phänomen studieren, von dem sie zuvor kaum etwas wussten: phreatomagmatische Eruptionen. Die heiße Gesteinsschmelze ließ das Wasser schlagartig verdampfen, sodass der Ausbruch eine Folge von Wasserdampfexplosionen auslöste. Als der Vulkan im Juni 1967 zur Ruhe kam, war die Insel bis zu 174 Meter hoch und 2,45 Quadratkilometer groß. Schon 1965 wurde sie zum Schutzgebiet erklärt, um beobachten zu können, wie die Natur Stück für Stück das sterile Eiland erobert. Für Touristen ist Surtsey bis heute gesperrt.




