John Francis Byrne (auf dem Foto mit seinem Sohn John), geboren am 11. Februar 1880 in Dublin, gewann als Schüler einen Preis für Auswendiglernen. Später wurde er eine Größe in einem örtlichen Schach-Club. Lange gehörte er zum engsten Freundeskreis von James Joyce und wurde als „Cranly” in dessen „Portrait of the Artist as a Young Man” verewigt. 1910 wanderte Byrne in die USA aus und fasste dort als Wirtschaftsjournalist Fuß. 1918 erfand er den Chaocipher-Mechanismus: „Die erste Maschine, die ich konstruierte, um das Prinzip zu demonstrieren, war ein kleines Modell, erbaut aus einer kleinen Zigarrenkiste, die, als sie noch voll war, 50 kleine Havanna-Zigarren enthalten hatte.” Byrne bot Chaocipher Kryptographen der Fernmeldetruppe an – erfolglos. Auch Kontakte zum Auswärtigen Amt, zur Navy und zu AT&T halfen nichts. Kurz vor seinem Tod wurde Byrne ein Posten als Finanzberater Franklin D. Roosevelts angeboten. Doch der amerikanische Präsident starb noch vorher 1945 im Amt.




