Die Zahl der Ebola-Patienten in Westafrika ist seit März 2014 geradezu explodiert. Zum Redaktionsschluss Mitte Oktober waren in Guinea, Sierra Leone und Liberia mindestens 10 000 Menschen an dem Erreger erkrankt und mindestens 5000 daran gestorben. Die Zahlen hatten sich etwa alle drei bis vier Wochen verdoppelt. Die WHO geht von einer noch deutlich höheren Dunkelziffer aus. Die Epidemie begann im Südosten Guineas, dann wurden Erkrankungen in den Nachbarländern Sierra Leone und Liberia gemeldet. Reisende trugen das Virus weiter nach Senegal und Nigeria. Immerhin: In diesen beiden Ländern, die schon bei den ersten Erkrankungen vorbildlich reagiert hatten, gilt die Seuche inzwischen als besiegt. In den USA, Norwegen, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Deutschland wurden und werden Patienten ebenfalls behandelt. Die große Sorge der Forscher ist, dass das Virus in ein Land mit einem schlechten Gesundheitssystem gelangt – wie Indien – und sich dort dann eine zweite Front bildet.




