Wer dieses Buch einmal in Händen gehalten und darin geblättert, gelesen und gestaunt hat, wird diesen kleinsten Wesen größten Respekt zollen. Sie sind buchstäblich Drecksarbeiter, zernagen, zerkleinern und verarbeiten organische Abfälle, abgestorbene Pflanzen, umgestürzte Bäume und Tierleichen – und produzieren so Humus. Diese wichtigen Wesen sind jedoch bedroht: durch Monokulturen in der Forstwirtschaft und viele Praktiken der konventionellen Landwirtschaft. Diese Schattenseite verschweigt das Buch nicht, sondern zeigt eindringlich, wie wichtig es ist, unsere Böden zu schützen und welcher Maßnahmen es bedarf, damit dies gelingen kann.
Dies ist vor allem dem anderen Duo zu verdanken, das zum Gelingen dieses Prachtbandes kongenial beigetragen hat: Veronika Straaß und Claus-Peter Lieckfeld haben spannende und kreative Texte geschrieben, die pure Lesefreude bereiten und bei aller Ernsthaftigkeit, auch immer wieder schmunzeln lassen. Bilder und Texte verschmelzen in diesem Buch zu einem eindrucksvollen Plädoyer für mehr Respekt gegenüber dieser „Unterwelt“, jener unersetzlichen Grundlage für alles, was oberirdisch wächst, kreucht und fleucht. Barbara Ritzert
Nicole Ottawa, Oliver Meckes, Veronika Straaß, Claus-Peter Lieckfeld
Drecksarbeit
Dölling & Galitz Verlag, 144 S., € 30,–
ISBN 978-3-86218-172-8




