In Deutschland arbeiten etwa 150 000 Studierende an ihrer Promotion. Wichtigster Ansprechpartner ist dabei der Doktorvater, der den Nachwuchswissenschaftlern während ihrer Forschungen mit Rat und Tat zur Seite stehen soll. Doch eine Umfrage des Promovierenden-Netzwerks thesis hat jetzt ergeben, dass über 15 Prozent der Doktoranden mit der Betreuung kaum oder gar nicht zufrieden sind. Lediglich ein knappes Viertel der Promovierenden hat an der Hilfestellung durch den Doktorvater überhaupt nichts auszusetzen.
Am meisten beklagen sich die Doktoranden darüber, dass sie von ihren Professoren nicht genügend motiviert würden. Weitere Kritikpunkte sind mangelnde Kenntnis des Promotionsthemas, schlechte Vorbereitung bei gemeinsamen Besprechungen und der Ausfall von vereinbarten Terminen. Oft bestehe der persönliche Kontakt zum Doktorvater nur darin, dass man ihm zuarbeite oder sogar seine Veranstaltungen übernehme.
Die meisten Doktoranden wünschen sich eine stärkere Strukturierung der Promotionsphase mit studienbegleitenden Lehrveranstaltungen oder die Einbindung in ein Graduiertenkolleg.





