bdw: Bluetooth ist in den Ericsson-Labors entwickelt worden. Warum hat sich Ihr Unternehmen 1997 dafür entschieden, die gesamte Technologie offenzulegen und auf Lizenzgebühren für die Nutzung zu verzichten? Grosch: Nur so kann sich Bluetooth zu einem weltweiten Standard entwickeln. Durch die weite Verbreitung wird die Technologie ein Markterfolg werden.
bdw: Ericsson hat bereits 1999 funktionstüchtige Bluetooth-Produkte öffentlich vorgestellt. Ende dieses Jahres sollen sie nun in den Handel kommen – Monate später als ursprünglich angekündigt. Warum diese Verzögerung?
Grosch: Was Ericsson im vergangenen Jahr gezeigt hat, waren Demonstrationsmodelle, die beweisen sollten, daß die Technologie funktioniert. Viele Details mußten anschließend noch verändert werden. Sie müssen bedenken: Die jetzige Bluetooth-Spezifikation wurde im Juli 1999 von den Herstellern festgelegt. Erst danach konnten wir mit der Produktion der Bluetooth-Chips beginnen und die Endgeräte darauf abstimmen.
bdw: Werden Sie den Termin diesmal einhalten?
Grosch: Ja. Die drahtlose Freisprecheinrichtung und der Bluetooth-Adapter für Handys sollen noch in diesem Jahr in den Handel kommen.
bdw: Wie wird Ihre Bluetooth-Gerätepalette das Arbeiten mit mobilen Geräten verändern?
Grosch: Das Bluetooth-Handy R520m von Ericsson wird auch einen Kalender haben. Das Gerät kann drahtlos mit einem Drucker in Verbindung treten und eine Adressenliste ausgeben. Über Bluetooth gleicht es aber auf Wunsch auch Ihre Termine und Aufgaben mit einem PC-Terminplaner ab. Und während das Handy in der Tasche ruht, können Sie darüber mit einem Notebook im Internet surfen oder über das Bluetooth-Headset telefonieren.
Steffen Grosch




