Zwar kennen Planetenforscher seit Langem größere Vorkommen von Wasser auf dem Roten Planeten, allerdings nicht in flüssiger Form. Bekannt ist, dass Teile der nördlichen und südlichen Polkappe große Mengen Wassereis enthalten, hinzu kommt gefrorenes Kohlendioxid. Auch in der von Kohlendioxid dominierten Mars-Luft gibt es geringe Mengen Wasserdampf, allerdings nur 0,02 Prozent. In der nördlichen Polarregion beobachtete die Landesonde Phoenix 2008 Schneefall und dünne Schichten aus Wassereis: Mehrmals fotografierte sie hellen Reif, der bei höherem Sonnenstand wieder verschwand.
In der Frühzeit des Mars, da sind sich die Forscher inzwischen sicher, gab es erheblich mehr flüssiges Wasser: Vor etwa drei bis vier Milliarden Jahren pflügten gewaltige Fluten breite Täler in die Landschaft. Die Hangrinnen, die durch kurzzeitiges Einwirken von Wasser entstehen, sind dagegen viel kleiner. Sie erreichen durchschnittlich nicht einmal einen Kilometer Länge und sind deutlich schmaler als zehn Meter. Trotzdem sind sie ein wichtiger Fund: Sie belegen die Existenz von flüssigem Wasser auf dem heutigen Mars.




