PROMOTION I + II Dierk Raabe ist einer unserer Besten. Der Mann ist 40, hat drei Bücher und mehr als 100 Veröffentlichungen geschrieben und für seine Arbeit sage und schreibe schon 10 Preise bekommen. Seit sechs Jahren ist Raabe Direktor am Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH in Düsseldorf. Doch leider: Dierk Raabe kennt eigentlich niemand. Die Redaktion von bild der wissenschaft ist der Auffassung, dass man das ändern muss. Denn wie Michael Ballack ein Star im deutschen Fußball ist, ist Raabe einer im deutschen Wissenschaftsbetrieb. Wissenschaftler wie er tragen dazu bei, den Forschungsstandort Deutschland zu stärken. Auch Ina Schieferdecker (38), Yanbei Chen (27) oder Petra Schwille (37) sind solche Hoffnungsträger. Promoviert haben sie alle. Doch ihnen fehlt noch das, was im Englischen „promotion” heißt: das Bekanntmachen in der Öffentlichkeit. Daher wollen wir einmal im Jahr unseren Lesern jene jungen Zehn vorstellen, die in ihrer Forschungsdisziplin die besten Perspektiven haben, und möglicherweise sogar als Kandidaten für Nobelpreise gehandelt werden. Die Vorstellung der „ jungen Wilden” beginnt ab Seite 37.
Auch die Europäische Union startet in diesen Tagen eine Promotiontour für die Wissenschaft. Das Projekt „Forscher in Europa” soll nach den Worten des EU-Kommissars Dr. Janez Potocnik dreierlei bewirken (Interview ab Seite 35): Erstens: Die Forscher näher an die Öffentlichkeit heranführen. Zweitens: Junge Menschen ermuntern, in die Wissenschaft einzusteigen. Und drittens das ehrgeizigste Ziel: Europa wieder zur Nummer eins in der weltweiten Forschungsszene machen. Von den Aktivitäten, die offiziell am 8. Juni in Luxemburg beginnen, profitieren auch bild der wissenschaft-Leser. Mit dieser Ausgabe erhalten Sie exklusiv für den deutschen Sprachraum eine DVD mit dem für den Fernsehsender arte produzierten Film „Beruf: Forscher”. Anders als die üblichen, rasch davon eilenden TV-Inhalte, dokumentiert der Beitrag eindrucksvoll und nachhaltig die Arbeit und das Leben von jungen Forschern in verschiedenen Ländern. Der Film passt ausgezeichnet zu den Inhalten von bild der wissenschaft: Auch er ist gehobene Unterhaltung.





