Bei den tödlichen Herzinfarkten gibt es in Europa ein deutliches Gefälle von Nordost nach Südwest. Das besagt eine Studie von Forschern um Jacqueline Müller-Nordhorn von der Berliner Charité. Das Team hatte für die Untersuchung europaweite Daten von 45- bis 74-Jährigen ausgewertet, die im Jahr 2000 an einem Infarkt gestorben waren. Neuere Zahlen gibt es nicht. Deutschland lag mit 157 Toten pro 100 000 Einwohner im Mittelfeld. Die wenigsten Sterbefälle pro 100 000 Einwohner gab es in Frankreich (65), gefolgt von Portugal (87), Italien (91) und Spanien (92). Am schlechtesten schnitten die nordosteuropäischen Länder ab: Die letzten Plätze belegten Estland (446) und Lettland (461). Grundsätzlich erliegen mehr Männer als Frauen einem Herzinfarkt. In Deutschland waren es 244 Männer pro 100 000 Einwohner, aber nur 80 Frauen.





