Geahnt hat man es ja schon immer, jetzt es auch wissenschaftlich bewiesen: Die Parteien stellen für die Wahl in die Parlamente bei Weitem nicht ihre besten Köpfe auf. Der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne von der Universität Trier hatte in einer Studie knapp 4000 Mitglieder aller Bundestagsparteien befragt. Wie sich zeigte, führen vor allem starre Quoten und interne Machtkämpfe dazu, dass die Besten oft auf der Strecke bleiben. Qualitätskriterien wie parlamentarische Eignung, Fähigkeit zur effektiven Wahlkampfführung und ausgewiesenes Fachwissen kommen nur selten zum Tragen.
Der Forscher fordert die Parteien auf, bei ihren Personalentscheidungen die Mitglieder stärker einzubeziehen, die Bevölkerung zu beteiligen und den Wettbewerb bei den Nominierungen zu fördern.





