Die Geschichte der Ölindustrie ist eine Geschichte ständiger Umweltverschmutzung. Die Karte oben verzeichnet nur die großen Unfälle. Hinzu kommen ständig kleine Unglücke, auch bei Raffinerien und ölverarbeitenden Betrieben, außerdem leckende Pipelines, undichte Ölplattformen sowie Schiffe, die ölhaltiges Schmutzwasser ablassen oder gar ihre Öltanks auf hoher See reinigen. Zusammen ergeben diese kleinen Verschmutzungen eine riesige Summe: ungefähr 600 000 Tonnen pro Jahr. Das entspricht fast der Ölmenge des Deepwater-Horizon-Unglücks. Eine permanente Ölkatastrophe findet zudem an der Küste Nigerias statt. Die Ölanlagen sind dort so marode, dass ständig Öl ins Meer austritt – seit 1960 etwa ein bis zwei Milliarden Tonnen, vielleicht sogar mehr. Das Nigerdelta, Sümpfe, Küstenwälder und Fischgründe sind dadurch weiträumig zerstört.




