HORIZONT-ERWEITERUNG Wer die öffentliche Debatte über den Forschungsstandort Deutschland verfolgt, hat den Eindruck, dass hierzulande wirklich alles im Argen liegt. Beispielsweise lässt sich der Präsident der wissenschaftlichen Leibniz-Gemeinschaft, Hans-Olaf Henkel, im ZDF zu einer Philippika über Technologien made in Germany hinreißen, dass die Wände wackeln. Und Professoren werden nicht müde, darauf zu verweisen, wie hervorragend ausgestattet US-Universitäten seien und wie übel es dagegen hier aussehe.
Einer, der nicht jammert, sondern – ganz im Gegenteil – selbstbewusst behauptet, „in Deutschland gibt es eine Gruppe von acht bis zehn technischen Universitäten, die in vielen Bereichen federführend in der Welt sind”, bereichert diese Ausgabe von bild der wissenschaft. Engelbert Westkämper heißt der Mann. Der umtriebige Maschinenbau-Professor ist Direktor des Instituts für Industrielle Fertigung und Fabrikbetrieb an der Universität Stuttgart und einer der beiden Leiter des größten Fraunhofer-Instituts überhaupt. Selbst der Massenuniversität kann er etwas abgewinnen. Westkämpers Bemerkungen stellen die Diskussion um den Wissensstandort Deutschland auf eine profundere Basis – und eröffnen daher prominent ab Seite 8 diese Ausgabe.
An anderer prominenter Stelle – nämlich auf dieser Seite rechts – präsentieren wir den Ausschnitt eines Posters, das es nur für bdw-Abonnenten gratis gibt. In Zusammenarbeit mit der Thüringer Landessternwarte hat der Kommunikations-Designer Stefan Schiessl eine 83 x 59 Zentimeter große Karte unserer Milchstraße gezeichnet, die anschaulich zeigt, wo es außerhalb des Sonnensystems noch Planeten gibt – eine Karte basierend auf aktuellster wissenschaftlicher Erkenntnis. Immerhin: Vor einem Jahrzehnt war den Astronomen noch kein einziger der inzwischen 120 Exo-Planeten bekannt!
Wie bdw-Abonnenten dieses Großposter kostenlos erhalten, erfahren sie auf Seite 53. Zögern Sie nicht zu lange: Die Auflage ist auf 5000 Stück limitiert.





