Es geht vielmehr um einen Busch, der vor Millionen Jahren wucherte und aus dem irgendwann neuzeitliche Hominiden her –
vorgingen. Douglas Palmer hat sich an das kühne
Unterfangen gewagt, Übersicht in das Verwandtschaftsgeflecht zu bringen.
Der Versuch ist geglückt: Das Buch ist ein hervorragendes Nachschlagewerk und zugleich ein Bildband, der die stammesgeschichtliche
Odyssee des Menschen in all ihren Facetten vorstellt. Wie entstand die Werkzeugkultur, wann erfand Homo die Kunst, was passierte bei der neolithischen Revolution und wann besiedelte der Mensch Amerika? Das Beste an den Antworten auf diese Fragen ist: Der Autor macht deutlich, wo die vielköpfige Forschergemeinde einer Meinung ist und worüber die Zünfte ewig streiten werden.
Urs Willmann




