Weil bei der Zerstrahlung (Annihilation) von Materie und Antimaterie die gesamte Ruhemasse in Energie umgewandelt wird, ist dieser Prozess die beste Art der Energieerzeugung überhaupt. Würde ein Kilogramm Antimaterie zerstrahlt, könnte man 1,8 ·1017 Joule freisetzen. Das ist etwa 10 Milliarden Mal so viel Energie wie bei einer typischen chemischen Reaktion derselben Masse – und immerhin das 1000- beziehungsweise 100-Fache der Kernspaltung und -fusion. 1,8 · 1017 Joule entspricht der Sprengkraft von 43 Megatonnen TNT – fast so viel wie in der stärksten Wasserstoffbombe steckte, die jemals gezündet wurde: die sowjetische Zar-Bombe vom 30. Oktober 1961 mit über 50 Megatonnen. Allerdings kann zwar die gesamte Masse von Positronen in Strahlungsenergie umgewandelt werden, nicht aber die von Antiprotonen. Denn bei der Annihilation von Antiprotonen bilden sich auch Neutrinos: Sie tragen rund 75 Prozent der Energie davon, die sich technisch nicht nutzen lässt.




