Geben Sie’s zu: Auch Ihnen hat es in den Zeiten des Börsenbooms in den Fingern gejuckt, ein paar Mark oder auch mehr in Aktien zu investieren. Hoffentlich haben Sie beim Crash am Neuen Markt nicht ein Vermögen verloren.
Zufall, Pech? Ein abgekartetes Spiel, sagt Günter Ogger, seit seinem Buch „Nieten in Nadelstreifen” in der deutschen Wirtschaft als Chefnörgler gefürchtet. In „Der Börsenschwindel” seziert Ogger das tückische Interessengeflecht von Banken, Analysten, Großaktionären, Vermögensberatern und Journalisten, die alle nur ein Ziel haben: ihren eigenen Gewinn auf Kosten der Kleinanleger zu steigern. Ohne diese „Experten” wären Geldvernichtungsmaschinen wie EM-TV oder Letsbuyit.com nicht möglich gewesen.
Ogger präsentiert keine sensationellen Enthüllungen, sondern resümiert, was man mit offenen Augen und gesundem Menschenverstand schon früher hätte wissen können – wenn die Geldgier nicht den Blick vernebelt hätte. Aktionäre, die Oggers Buch gelesen haben, werden in Zukunft deutlich schlechter schlafen.
Wenn Sie neu in die Börsenachterbahn einsteigen wollen, sollten Sie die Tips am Ende des Buches beherzigen und sich eine Binsenweisheit merken: Die Bank will immer nur Ihr Bestes – Ihr Geld.
Günter OggerDER BÖRSENSCHWINDELBertelsmannMünchen 2001319 S., DM 44,–ISBN 3-570-00498-8
Harry Vosseler





