Die beiden baugleichen Kameras an Bord stammen aus Deutschland. Sie dienen neben der Kartierung auch der Navigation der Sonde. Jede wiegt rund fünf Kilogramm. Die Belichtungszeiten ähneln denen von Schnappschüssen auf der Erde, typisch ist etwa eine Hundertstel Sekunde. Weil die Kameras mit sieben Farbfiltern ausgestattet sind, können sie auch Farbfotos aufnehmen. Die Belichtungszeit hängt dabei von der Wahl des Filters ab, denn die Empfindlichkeit des Sensors variiert mit der Farbe. Die längste Belichtungszeit beträgt 1,2 Sekunden. Da die Topografie auf Vesta aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen wird, sind auch Stereo-Ansichten mit 3D-Effekt möglich, die sich zu beeindruckenden „virtuellen Überflügen” montieren lassen (siehe Kasten rechts „Mehr zum Thema”).
Neben den Kameras sind noch zwei weitere Instrumente an Bord: Mit dem Infrarot-Spektrometer aus Italien werden die Temperaturen und Mineralien auf Vestas Oberfläche bestimmt. Und mit dem amerikanischen Gamma-und-Neutronen-Spektrometer lassen sich die chemischen Elemente im Oberflächengestein analysieren.




