Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) wird ihre Promotionsförderung im Programm Graduiertenkollegs ab 1. April neu ausrichten. Die Kollegs sollen sich stärker als bisher auf ein umgrenztes, innovatives Thema konzentrieren. Großen Wert will die DFG künftig auf die internationale Kooperation der Graduiertenkollegs legen. Zudem soll mehr Geld für Sach- und Gerätekosten zur Verfügung gestellt werden. Die beteiligten Hochschullehrer können ein Forschungssemester beantragen, um sich stärker im Programm zu engagieren. Der Förderzeitraum der Kollegs wird auf viereinhalb Jahre verlängert, die maximale Förderdauer beträgt neun Jahre. Die DFG hatte die Kollegs 1990 eingerichtet, um besonders qualifizierte Doktoranden in allen Disziplinen zu unterstützen. Dabei arbeiten jeweils 12 bis 25 Nachwuchsforscher unter der Anleitung von Professoren in einem interdisziplinären Forschungs- und Studienprogramm. Zur Zeit bereiten sich rund 10 Prozent aller Doktoranden in Deutschland in insgesamt 277 Graduiertenkollegs auf ihre Promotion vor. Im vergangenen Jahr finanzierte die DFG das Programm mit 72 Millionen Euro.
Hans Groth




